Wissenswertes

06.11.2018 - Mythen ums Auge

Auge und Ernährung

Oft hören wir, dass Essen von Nahrungsmitteln mit  einen hohem Vitamin  A – Gehalt  die Augen gesund und fit halten.
Zu den bekanntesten Nahrungsmitteln  gehören Karotten, Feldsalat, Brokkoli und einige Obstsorten.
Erbsen, Spinat und anderes Grüngemüse sollen auf Grund Ihres hohen Luteingehalts die Netzhaut schützen.
Nährstoffarme Ernährung kann zu Mangelerscheinungen führen, durch die sich zum Beispiel verminderte Sehkraft bemerkbar machen kann.
Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann dafür sorgen, dass Augen nicht austrocknen und Jucken und Brennen vermieden wird.
Es stimmt also schon, dass wir durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung etwas Gutes tun können,
da diese auch wichtig für den Erhalt des gesamten menschlichen Organismus ist.
Fakt ist aber auch, dass wir gegen Sehfehler wie Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit durch eine gesunde Ernährung nichts ändern können.

Auge und Sport

Auch Sport hilft dabei, dass die Augen gut in Schuß bleiben. Denn hierdurch wird der ganze Körper durchblutet, was auch den Augen hilft.

Auge und Tabakrauch

Tabakrauch kann den Augen Schaden zufügen. Der Qualm legt sich nicht nur auf die Atemwege, sondern auch auf die Augen und führt zu Reizungen.
Durch diesen Rauch können verschiedene Erkrankungen begünstigt werden. Dazu gehören zum Beispiel Makuladegeneration oder auch der graue Star.

Auge und Augentraining

Gezieltes Augentraining soll die Muskulatur stärken, die für unsere Augen wichtig ist. Da ist was wahres dran, insofern, dass bei bestimmten Beschwerden und
Erkrankungen im Sehapparat ein konsequentes Trainieren der Augenmuskulatur eine deutliche Linderung oder gar Korrektur von Sehschäden bewirken kann.
Zu Augentraining gibt es die unterschiedlichsten Meinungen.


Fazit
Über diese Mythen wird viel geschrieben und diskutiert. Man  sollte nicht alles glauben, was man hört und liest. Wichtig ist, daß man sich beim Augenarzt persönlich informiert, welche Tätigkeiten dem Augenlicht schaden oder den Erhalt der Sehkraft begünstigen,
abgestimmt auf die eigene physische und psychische Verfassung

 

 

29.10.2018 - Belastung der Augen am Computer

 

Augenerkrankungen durch die elektromagnetischen Strahlen des Bildschirms sind bis jetzt nicht nachgewiesen worden. Bleibende organische Schäden durch die Bildschirmarbeit braucht man deshalb nicht zu befürchten. Überdies sind die Monitore in den Jahren immer strahlungsärmer geworden.
 
Die Tätigkeit am Computer stellt aber hohe Anforderungen an die Augen. Pro Tag wechselt der Blick von Bildschirmbenutzern mehrere tausend Mal zwischen Manuskript, Tastatur und Monitor hin und her. Dabei müssen sich die Augen immer wieder an verschiedene Helligkeiten und Kontraste anpassen und in unterschiedliche Entfernungen blicken, um immer wieder ein scharfes Bild zu erzeugen.
 
Die Betrachtung der vielen kleinen Details auf dem Bildschirm, eine oft unnatürlich starre Kopf- und Körperhaltung und ein hohes Maß an Konzentration wirken belastend. Die Folge können typische Augenbeschwerden wie unscharfes Sehen, Doppelbilder, Blendung, Augenschmerzen, Tränen, Juckreiz, Druckgefühl, Brennen, rote Augen und Kopfschmerzen sein.
 
Entspannungsübungen fürs Auge
 
Bei einer Dauertätigkeit am Bildschirm sollten Sie regelmäßige Pausen einlegen, wobei mehrere kürzere Pausen besser sind als eine lange. Idealerweise sollte man etwas tun, das die Augen nicht anstrengt: etwa einen Anruf erledigen oder Unterlagen an Kollegen weiterreichen. Auch während der Arbeit sollte man den Blick immer wieder einmal in die Ferne schweifen lassen, um den Augen eine kurze Entspannung zu gönnen.
 
Ein leichtes Massieren der Augengegend mit den Handballen ist Wellness für Ihre geforderten Augen. Auch wenn Sie die Augen mehrmals einige Sekunden geschlossen halten und langsam wieder öffnen, entspannen sich Ihre Augen. von der
 
Noch mehr Entspannungsübungen finden Sie unter Augentraining

 

27.10.2018 - Das richtige Make - up für Weitsichtige

Tolle Tipps, wie Sie sich als Brillenträgerin perfekt stylen – mit Lidschatten, Kajal und Lidstrich sowie Wimperntusche

 Die richtige Schminktechnik macht die Augen groß und strahlend
 
Brillen sind längst keine tristen Sehhilfen mehr. Die Gläser, die unsere Augen unterstützen, gelten heute als schicke Accessoires. Egal ob modisch  gewagt oder randlos - zurückhaltend:
Mit einer Brille unterstreicht „frau“ ihren Typ – ebenso wie mit der Kleidung und dem Make-up.
Nur, wie schminke ich mich eigentlich so, dass die Augen trotz Sehhilfe gut zur Wirkung kommen? Gar nicht so einfach.
Zum einen sollten die Farben von Lidschatten, Kajal und Wimperntusche nicht nur zu Augenfarbe und Kleidung passen, sondern auch zur Brille. Zum anderen macht es beim Schminken einen großen Unterschied, ob Sie kurz- oder weitsichtig sind, ob also Ihre Augen hinter den Gläsern kleiner oder größer wirken.
 

Kleine Schminkschule für Weitsichtige

 
So schminken Sie sich am besten, wenn die Brille Ihre Augen groß werden lässt.
Durch eine Brille für Weitsichtige wirken die Augen oft sehr groß. Aber mit ein paar Schmink-Tricks lassen sie sich ganz einfach kleiner schummeln.
Die vergrößernden Gläser entlarven jeden Ausrutscher mit Mascara, Kajal oder Lidschatten. Also mit einem Wattestäbchen sehr sorgfältig korrigieren. Starke Brillenrahmen brauchen ein dezentes Make-up.
 
Die Lösung
 
Schritt 1: Lidschatten
 
Helle, glitzernden und perlmuttfarbene Lidschatten vergrößern das Auge noch mehr und heben Schlupflider unnötig hervor. Matte und dunklere Farben wirken viel besser. Außerdem ist es  empfehlenswert für weitsichtige Frauen cremige Lidschatten zu bevorzugen.
Der Grund: Sie lassen sich gleichmäßiger verteilen; Unregelmäßigkeiten, die durch den Lupeneffekt der Brille auffallen könnten, werden so vermieden.

Schritt 2: Kajal und Lidstrich
Achten Sie auf einen dünnen, feinen Strich – aus einer eher kräftigen Linie machen die Brillengläser nämlich sonst einen dicken Balken.
Verzichten Sie lieber auf den Lidstrich, sofern Sie ihn nicht gut beherrschen. Bei der Farbwahl sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, auch
Schwarz ist erlaubt. Dunkel umrandete Augen stehen Weitsichtigen sogar besonders gut.

Schritt 3: Wimperntusche
 
Manchmal wird Weitsichtigen grundlos von Mascara abgeraten, dabei sind getuschte Wimpern immer schön.  Achten Sie aber darauf,
dass Ihre Wimpern nicht verkleben. Wer auf tägliches Tuschen verzichten möchte, kann sich die Wimpern bei der Kosmetikerin färben
lassen und dann lediglich mit einer Wimpernzange in Form bringen.
 
Tipp:
Weitsichtige Brillenträgerinnen sollten den Lidschatten gleichmäßig verteilen. Beim inneren Augenwinkel anfangen.
Nicht über die Lidfalte hinaus auftragen und nicht verwischen .Das gelingt mit cremigen Produkten besser als mit sehr puderigen. 

Zusätzliche Schminkregeln

Darauf sollten Sie als Brillenträgerin auch noch achtenVor allem Kurzsichtige kleben beim Schminken manchmal mit der Nase am Spiegel.

Das muss nicht sein

  • Vergrößerungsspiegel erleichtern das Auftragen von Make-up In meinem gibt Shop finden Sie eine spezielle   Schminkbrille, bei denen jeweils ein Glas weggeklappt wird.
  • Sanft reinigen: So verhindern Sie Reizungen
  • Die Art des Brillengestells und seine Farbe bestimmen auch das Make-up: Ein auffälliges, farbiges Gestell verlangt nach einem dezenten Make-up, während Sie zum Beispiel bei einer randlosen Brille die Augen stärker schminken können.
  • Auch für Frauen mit Brille gilt: entweder Augen oder Lippen betonen. Zu einer kräftigen Lippenstiftfarbe sollten Sie nur greifen, wenn im Gegenzug die Augen dezent bleiben. Wer dagegen den Akzent auf die Augenpartie legen möchte, wählt für den Mund eher zurückhaltende Töne oder ein Gloss.
  • Die Brille lenkt die Aufmerksamkeit auch zu den Brauen – diese sollten deshalb schön und nicht zu dünn gezupft sein. Beachten Sie: Die Braue steigt bis zu ihrem höchsten Punkt über dem äußeren Augenwinkel an und fällt anschließend ab. Eventuell können Sie Ihre Brauen mit einem Augenbrauenstift und etwas passendem Lidschatten in Beige oder Braun betonen. Keine Lust auf Handarbeit? Beim Friseur oder bei der Kosmetikerin können Sie die Brauen in Form bringen lassen.


Reinheitsgebote fu
̈r die sensible Augenpartie

Make-up sollte jeden Abend gru
̈ndlich entfernt werden, sonst verstopfen Schmutzpartikel die Poren. Bei den Augen kommt hinzu:

Bleibt die Mascara über Nacht auf den Wimpern, können diese leicht brechen. Spezielle Augen-Make-up-Entferner reinigen die Augenpartie besonders gründlich. In der Apotheke erhalten Sie schonende Produkte, deren pH-Wert dem der Tränenflüssigkeit entspricht.
Auch sogenannte 2-Phasen-Reiniger, die einen Fett- und einen Wasseranteil in einer Flasche vereinen, gelten als sehr mild für die Haut. Zusatzstoffe wie Panthenol pflegen die Augenpartie bereits während der Reinigung. Egal welches Produkt Sie benutzen:
Geben Sie es auf ein Wattepad, und fahren Sie damit vorsichtig über das Auge. Rubbeln ist verboten.
 

 

25.09.2018 - Wie entstehen Augenringe ?

 

Was sind Augenringe ?

 Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter dunkle, häufig auch eingefallene, bläuliche, graue oder braune Verfärbungen rund um die Augen, vor allem im Bereich der Unterlider. Die Augen scheinen tiefer zu liegen. Und man sieht irgendwie krank aus.

 

Was ist der Hintgergrund der Farbunterschiede der Haut in der Augenregion ?

  • Die Haut rund um die Augen ist besonders dünn. Es finden sich hier in der Haut auch weniger Schweiss- und Talgdrüsen als woanders. Das zusammen führt zu einer vermehrten Durchsichtigkeit der Haut.
  • Das in den meisten anderen Hautregionen direkt unter der Haut vorhandene polsternde Fettgewebe fehlt. Es befinden sich mehr Blutgefäße und Lympfgefäße in dieser Region, die durch die mangelnde Abdeckung durch Fettgewebe und sehr dünner Haut leichter durchschimmern.
  • Zwischen den Hautzellen finden sich kleine Farbstoffansammlungen (sogenannte melaninhaltige Pigmentgranula). Sie können im Augenbereich in anderer Menge vorhanden sein als im restlichen Hautbereich. Durch die dünne Haut schimmern sie zusätzlich stärker durch.

Wie entstehen dann die verschiedenen Farben ?

  • Licht dringt in die Haut ein und wird teilweise von den Pigmenten in der Haut reflektiert (siehe auch “Wie entsteht eine Farbe” unter Farbensehen). Insofern gibt es je nach Zusammensetzung des Lichtes, vorteilhaftes warmes (mehr Gelb- und Orangetöne) Licht und unvorteilhaftes kaltes (mehr Blautöne) Licht, bei dem die Augenringe jeweils unterschiedlich stark sichtbar sind. Je nach Typ der Pigmente oder anderen durchschimmernden Strukturen entsteht so ein brauner, grauer oder blauer Schimmer.
  • In Abhängigkeit von der momentanen Durchblutung in der Augenregion schimmern eher die blauen Venenäderchen oder die roten Arterienäderchen mehr durch die dünne Haut und geben so eine ent- sprechende Tönung.
  • Eher gelblich machen sich die reichlich vorhandenen Lymphgefäße bei starker Füllung (Stau) und die Hornschicht der Haut bemerkbar.
  • Die endgültige Farbe entsteht dann ggf. auch durch eine Mischung dieser verschiedenen Faktoren und ist insofern durchaus wechselhaft je nach gesundheitlicher Situation bzw. bei manchen Menschen angeboren und daher dauerhaft.

Was beeinflußt die Augenringe ?

  • Alles was den Flüssigkeitshaushalt und die Durchblutung beeinflußt, kann sich auch hier bemerkbar machen. Negativ wirken sich hier aus z.B. Rauchen, zu wenig Schlaf, zu wenig Flüssigkeitszufuhr, bestimmte Erkrankungen.
  • Allgemeine Auszehrung durch Krankheiten oder Diäten kann zu einem Verlust von Fettgewebe führen, der vor allem die Unterlider einfallen lässt.
  • Vermehrte Pigmentbildung durch Hautalterung, sowie zu viel Sonne und Solarium
  • Zu intensive operative Entfernung von Tränensäcken kann bläuliche Augenringe zur Folge haben.

Was kann man gegen Augenringe tun ?

  • Liegt das Problem mehr in der Hornschicht begründet, kann man es mit vorsichtigen Peelings versuchen (Hautarzt fragen !). Vorbeugend hilft hier weniger Sonne und Solarium auf die Lider kommen lassen.
  • Ausreichend trinken, die Hautgefäße durch Sauna trainieren, Sport, mehr Schlaf, weniger Alkohol abends.
  • Kosmetisch kann man die Augenringe durch ein passendes Makeup abdecken (eher was für Frauen). Durch Auftragen einer hellen Farbe wie Gelb oder Grün werden vertiefte dunkle Ringe optisch aufgefüllt. Bläuliche Verfärbungen werden neudeutsch: “Durch einen apricotfarbenen Concealer abgedeckt”. Eine erfahrene Kosmetikerin wird da die nötigen Anleitungen geben können.
  • Theoretisch kann man auch Unterspritzungen zum Anheben der vertieften Region vornehmen. Im Augenbereich gelingt dies aber häufig nicht gut und das Ergebnis sind dann schon mal Tränensäcke, weil zu viel Polstermaterial eingespritzt wurde oder dieses sich anders verhält als geplant. Im Gegensatz zu anderen Gesichtsregieonen, wo dies gut gelingt, ist im Lidbereich daher davon abzuraten.
  • Bei Photos auf das richtige Licht achten wenn möglich                                           Textquelle: http://www.auge-online.de

17.08.2018 - Rote Augen

 

Mit roten Augen nach zwei Tagen zum Arzt

 
Zu viel Sonne, Allergien, Zugluft oder Klimaanlage: Rote, brennende oder juckende Augen sind oft ein Symptom einer Bindehautentzündung. Bleiben die Symptome mehrere Tage, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.
 
Eine Bindehautentzündung entsteht, wenn die Augen gereizt werden oder mit Bakterien oder Viren infiziert sind. Rote Augen können manchmal selbst mit rezeptfreien Augentropfen behandelt werden. Aber nicht immer sind die Beschwerden harmlos. «Zum Augenarzt sollte man gehen, wenn die Beschwerden länger als zwei bis drei Tage andauern oder wenn Schmerzen oder Sehstörungen auftreten», rät Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer in Berlin.
 
Grundsätzlich sollten ohne Rücksprache mit dem Augenarzt keine gefäßzusammenziehenden Augentropfen, sogenannte Weißmacher, angewendet werden. Sie sorgen zwar schnell für eine Besserung, können aber nach einigen Wochen zu dauerhaft roten Augen führen. Deshalb ist die Anwendung auf eine Woche begrenzt.
 
Ist die Rötung durch eine Allergie verursacht, helfen außer speziellen Augentropfen auch mit kalten Wasser getränkte Kompressen. Hausmittel wie Kamillen- oder andere Kräutertees sind nicht geeignet, sie können Bakterien in die Augen einschleppen.
 
Gegen trockene Augen oder bei Augenreizungen helfen künstliche Tränen. Das sind Tropfen oder Gele, die das Auge feucht halten und schmieren. Bei ihrer Anwendung passieren aber leicht Fehler, deshalb sollte man sich die Handhabung von Fachleuten zeigen lassen. Augentropfen sind nach Anbruch nur begrenzt haltbar - je nach Präparat zwischen einem Tag und sechs Wochen. Das Öffnungsdatum deshalb am besten direkt auf der Packung notieren.
 
Einige Präparate sind mit Konservierungsmitteln vor einer unerwünschten Verkeimung geschützt. Werden sie häufig gebraucht, sind unkonservierte Augentropfen oft besser geeignet, denn Konservierungsmittel können auf Dauer die Zusammensetzung des Tränenfilms verändern.

 

25.07.2018 - Augen verraten Diabetes


Vor Erblindung schützt die richtige Blutzuckereinstellung


Er ist in Deutschland die Volkskrankheit schlechthin. Die Zahl der Betroffenen wird auf acht Millionen geschätzt. Und da sich die Zuckerkrankheit am Anfang nicht bemerkbar macht, dürfte auch die Dunkelziffer erschreckend hoch sein. Nicht selten ist es der Augenarzt, der die richtige Diagnose stellt.
Sie haben keine Schmerzen, kaum spürbare körperliche Beeinträchtigungen. Doch sie sehen immer schlechter. Ein guter Facharzt schaut seinen Patienten tiefer in die Augen – und erkennt sie, die Gefäßschäden auf der Netzhaut. Ein klares Indiz für Diabetes mellitus. Und ein Signal, dass es möglicherweise in noch mehr Gefäßen, vor allem den Nieren- und Herzkranzgefäßen, zu Störungen gekommen ist.

Rund ein Drittel der Typ-2-Diabetiker (34 Prozent) – das ist der sogenannte Altersdiabetes – hat bereits bei der Diagnose eine Netzhauterkrankung. Nach 15 Jahren Krankheit sind 60 Prozent betroffen. Unter den Typ-1-Patienten sind es vier von fünf, die nach 15 Jahren mit der Netzhauterkrankung zu kämpfen haben (beim Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene betrifft; Typ 1 kommt mit fünf bis zehn Prozent viel seltener vor als Typ 2).

6000 Zuckerkranke werden blind. 17 Prozent aller Erblindungen basieren auf Diabetes, damit ist die diabetische Netzhauterkrankung die häufigste Erblindungserkrankung von Menschen im erwerbsfähigen Alter.

Doch – und das ist endlich die gute Nachricht – dank der neuen Therapieverfahren müssen Diabetiker nicht zwangsläufig um ihr Augenlicht fürchten. Schon allein eine gute Einstellung der Blutzucker- und Blutfettwerte halbiert das Risiko zu erblinden.  Wichtig ist, dass der Augenarzt hinzugezogen wird, sobald die Diagnose erstellt wurde.


Diabetische Retinopathie heißt die Netzhauterkrankung im Fachjargon. Feinste Blutgefäße (Kapillaren) versorgen die Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen. Aufgrund des über Jahre erhöhten Blutzuckerspiegels verdicken Fett- und Eiweißstoffe die Gefäßwände. Platzen die Ausbuchtungen auf, werden punktförmige Einblutungen auf der Netzhaut sichtbar. In diesem Stadium ist die Gefäßschädigung gut behandelbar. Eine Lasertherapie etwa kann, wenn der richtige Zeitpunkt nicht verpasst wird, die Erblindungsgefahr halbieren.

 

18.07.2018 - Sonnenbrillen - Lichtschutzstufen - EU-Norm

Sonnenbrillen werden oft nach Ästhetik und als modisches Accessoire gekauft. Dabei haben Sonnenbrillen den Hintergrund unsere Augen vor der immer mehr zunehmenden UV – Strahlung zu schützen.
Auf der Innenseite der Bügeln ist das „CEE“ Zeichen aufgedruckt. Dies soll belegen, daß die Sonnenbrille die grundlegenden EU – Sicherheitsforderungen erfüllt und ist in Deutschland Pflicht. Es gibt allerdings keine übergeordnete Instanz, die jede einzelne Sonnenbrille prüft. 
 
Nachfolgend eine Auflistung der einzelnen Lichtschutzstufen.
 
Schutzstufe / Kategorie
Lichtdurchlässigkeit
Anwendungsbereich
0; S 0
80 – 100 %
Sehr heller Filter, nur leichter Lichtschutz, Eine Brille unter 80 % ist nicht nachtfahrtauglich
1; S 1
43 – 80 %
Heller bis mittlerer Filter in normalen Breiten mit geringem Blendschutz
2; S 2
18 – 43 %
Dunkler Universalfilter,mittlerer Blendschutz, guter UV-Schutz, in den meisten Situationen besonders in Mitteleuropa gut verwendbar
3; S3
8 – 18 %
Notwendigkeit: Tropen, Subtropen, Südeuropa, Hochgebirge, Schneeflächen, helle Wasserflächen, Sand
4; S 4
3 – 8 %
Extrem dunkler Filter, hoher Blendschutz, hoher UV-Schutz, nur bei extremen Bestrahlungsverhältnissen wie helle Schneeflächen oder Gletscher notwendig. Diese sehr dunklen Brillen dürfen nicht beim Führen eines Kraftfahrzeuges verwendet werden.
 
 
UV-Schutzklassen, EU-Norm EN 1836
UV -  Strahlung
Schutzbeurteilung
0
88 %
Kein ausreichender UV – Schutz
1
10%
Ausreichender UV – Schutz für unsere Breiten
2
6,5 %
Guter UV - Schutz
3
0 %
Maximaler UV – Schutz von 100 %  Hochgebirge und Meer
 
Sowohl der Tönungsgrad als auch der Blendschutz sagen nichts über den UV – Schutz von Sonnenbrillen aus.

02.07.2018 - Informationen zur Brillenpflege


Eine Brille bedarf einer guten Pflege, um ein optimales, klares Sehen zu ermöglichen. Eine schlechte beziehungsweise unsachgemäße Brillenpflege kann dazu führen, dass die Gläser zerkratzen oder andere Schäden entstehen.

Die richtige Pflege einer Brille
 

Grundsätzlich gilt, dass nur trockene, weiche Brillenputztücher aus Mikrofaser verwendet werden sollen. Mit diesen kann eine trockene Reinigung der Brillengläser erfolgen. Staub und Schmutz bleibt am Brillenputztuch haften, teilweise auch Fett. Das trockene Entfernen  der Verschmutzungen kann jederzeit unterwegs durchgeführt werden.

Zu Hause beziehungsweise bei stärkerer Verschmutzung der Brille sollte eine feuchte Reinigung erfolgen. Hierzu gibt es spezielle Sprays zur Brillenreinigung. Neben dem Säubern mit den im Handel erhältlichen Brillenpflegesprays kann ebenso gut auch eine Reinigung mit lauwarmem Wasser erfolgen.

Meist ist es sinnvoll, einen Tropfen Spülmittel oder Seife beizumengen, um Fett besser entfernen zu können. Rückfettende Seifen und Spülmittel sind nicht geeignet, da das Fett an den Gläsern haften bleibt und störende Schlieren erzeugt. Nach der Reinigung mit Brillenspray oder Wasser und Spülmittel wird die Brille mit einem feinen Brillenputztuch trocken gerieben. Saubere Geschirrhandtücher sind ebenfalls geeignet.

 

Was sollte nicht verwendet werden

Damit die Brille nicht zerkratzt, sollten bestimmte Materialien nicht zum Reinigen verwendet werden. Besonders Kunststoffgläser sind anfällig für Kratzer, prinzipiell können aber auch Glas-Gläser oder Kunststoffgläser mit harter Spezialbeschichtung beschädigt werden

Durch Kratzer wird die Brille trüb, der Durchblick ist erschwert und das Sehen unscharf. Zudem sehen Kratzer auch äußerlich unschön aus. Die Kratzer können nicht mehr aus dem Glas herausgeschliffen werden, das Glas ist dann unwiederbringlich beschädigt.

Vorab eine Warnung  Papiertaschentücher, T-Shirts, Pullover und ähnliche Textiliensollten nicht  zum Putzen der Brille genommen werden.
Papiertaschentücher bestehen aus Zellstoff, beigemischt sind aber auch mineralische Füllstoffe. Beim Putzen nehmen die Taschentücher zusätzlichen Schmutz, Staub oder Sand von den Brillengläsern auf und verteilen ihn anschließend auf der gesamten Glasoberfläche.
Dabei wirken sie wie ein Schleifpapier und machen selbst die härtesten Oberflächen mit Mikrokratzern "blind".

Auch feuchte Brillentücher sind weniger geeignet, insbesondere für beschichtete beziehungsweise entspiegelte Gläser, da die oberflächliche Schicht zerstört werden kann

Professionelle Brillenreinigung beim Optiker

 

 Beim Augenoptiker kann die Brille mit einem Spezialgerät gründlich und schonend gereinigt werden. Das Gerät arbeitet mit Ultraschall. Die Brille wird in ein Wasserbad gelegt und durch Ultraschall-Schwingungen innerhalb von einigen Minuten gesäubert.Durch das Ultraschallbad wird die komplette Brille (Gläser und Fassung) von Verschmutzungen befreit. Solche Ultraschallgeräte zur Brillenreinigung gibt es auch für zu Hause. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Reinigungsgerät eine hohe Schwingungsfrequenz aufweist (im Kilohertz-Bereich), um eine optimale Säuberung zu erreichen.

Der richtige Umgang mit der Brille

 

Im alltäglichen Leben sollten einige Regeln zum Umgang mit der Brille beachtet werden, damit diese lange hält und nicht beschädigt wird.Wichtig ist es, die Brille nicht direkt auf den Gläsern abzulegen, sondern z. B. bei zusammengeklappter Brille auf den Bügeln. Die Brille sollte an einem festen Ort abgelegt werden, an dem sie problemlos wiedergefunden werden kann.

Keinesfalls sollte sie auf einem Stuhl, einem Sofa, einem Bett oder anderem Ort abgelegt werden, auf den sich versehentlich jemand setzen könnte. Auf- und abgesetzt werden sollte die Brille mit beiden Händen, um ein Verbiegen zu vermeiden.

Ideal ist die Aufbewahrung der Brille in einem harten Brillenetui. Beachtet werden muss jedoch, dass das Etui passt und nicht zu klein ist, da sonst das Brillengestell verbiegen kann.
Durch zu hohe Temperaturen kann die Brille ebenfalls beschädigt werden. Insbesondere kann sich die Form der Brille verziehen. Saunabesuche mit der Brille sollten ebenso vermieden werden wie das Ablegen der Brille auf heißen Oberflächen wie z. B. dem Armaturenbrett im Kraftfahrzeug oder der aufgedrehten Heizung.

Auch starke Kälte kann zu Schäden der Brille führen, daher sollte sie auch im kalten Winter nicht z. B. im Auto liegengelassen werden.

 

10.05.2018 - Sogennannte Volksweisheiten

Sogenannte “Volksweisheiten” haben meist als Kern eine Beobachtung aus dem Alltag, die dann von Generation zu Generation weitergegeben wird, ohne dass vielen noch der eigentliche Zusammenhang bewusst ist. Deswegen wird das Ganze dann gelegentlich auf die falschen Zusammenhänge angewendet. So wird schließlich manches als Ammenmärchen abgetan bei dem sich später doch ein wahrer Kern herausstellt.

An dem Spruch: “Kind lies nicht unter der Decke, du verdirbst dir die Augen” (jahrelang abgetan von den Augenärzten, weil nicht erklärbar), könnte doch was dran sein. Zumindest aufgrund von neueren Tier- versuchen ist man zu dem Schluss gekommen, das viel Lesen mit geringem Leseabstand und dazu noch bei schlechter Beleuchtung bei Kindern die Entwicklung der Kurzsichtigkeit fördert. Beim Erwachsenen schadet viel Lesen nicht. Außer “müden” und trockenen Augen nach langem Lesen bzw. abendlicher vor- übergehender leichter Kurzsichtigkeit (das Auge kann nicht mehr “locker” lassen) passiert nichts und kann kein Schaden entstehen. Eine Ausnahme sind Patienten mit Engwinkelglaukom. Hier kann durch vorne übergebeugte Haltung und die weite Pupille bei schlechter Beleuchtung ein Glaukomanfall ausgelöst wer- den.

Was ist nun die Ursache ? Je dunkler es ist, desto weiter ist die Pupille und desto geringer der scharfe Bereich, den man mit dem Auge sehen kann. Jeder Photoamateur kennt das optisch-physikalische Phänomen: Je weiter die Blende, desto geringer die Tiefenschärfe. Dadurch muss das Auge sehr exakt scharfstellen, was bei heller Umgebung nicht notwendig ist. Leute mit leichtem Sehfehler kennen den Zusammenhang aus dem Alltag: Je heller desto weniger brauchen sie ihre Brille. Muss nun ein kindliches Auge immer in die Nähe scharf stellen (viel Lesen) und dazu noch ganz genau (bei schlechter Beleuchtung) passt sich das Auge an diesen scheinbaren Sehfehler (normal guckt es nämlich ohne Anstrengung in die Weite) durch ein Längenwachstum an, dass zur Kurzsichtigkeit führt. Also je mehr und je früher gelesen wird und dazu noch bei schlechter Beleuchtung, desto eher wird das Auge kurzsichtig. Insofern hat der oben erwähnte Spruch mit dem “Lesen unter der Decke” durchaus seine Berechtigung. Das soll nun nicht heißen, dass Kinder nicht lesen sollen! Aber mit Unterbrechungen in denen kein Nahsehen stattfindet (draußen spielen z.B.) und bei guter Beleuchtung!

Woher kommt nun der beliebte Spruch: “Sitz nicht so nah vor dem Fernseher”. Zum einen ist er sicher eine Abwandlung aller Sprüche die sich mit dem scheinbar schädlichen Nahsehen beschäftigen (s.o.), andererseits könnten auch andere Erfahrungen dahinter stecken. Der ständige Flimmerreiz kann durch die Unschärfe beim vor dem Fernseher sitzen nicht so gut unterdrückt werden, muss also im Gehirn hinausgefiltert werden. Dies führt bei sensiblen Menschen zu Kopfschmerzen und bei einer bestimmten Flimmerhäufigkeit sogar bei Epileptikern zu einem Anfall (typisch ist letzteres aber eher bei den Stroboskopblitzen in Diskos). Weiterhin kommt es durch das weit aufgerissene Auge (Fernseher steht ja meist höher wenn man direkt davor sitzt) zu Befeuchtungsstörungen der Augen, die dann plötzlich brennen und tränen. Die Beobachtung all dieser Folgen mögen zu diesem “Vorurteil” geführt haben. Wirklich “kaputt” gehen, tut so am Auge aber nichts ! Alltagstip: Nicht im abgedunkelten Raum Fernsehen aber auch keine blendenden sondern gleich- mäßige Lichtquellen und nicht so “starren” (zu seltener Lidschlag), sondern gelegentlich mal wo anders hin- schauen (wozu sind denn die “Reklamepausen” nicht so alles gut). Ein Hinweis noch zu den angeblich schäd- lichen Strahlen, die von der Bildröhre ausgehen. Heute gibt es hier sehr strenge Grenzwerte und selbst bei professionellen Kameraleuten (elektronische Kameras), die ständig einen kleinen “Monitor” direkt vor dem Auge (wenige Zentimeter) haben, können bisher nie Augenveränderungen nachgewiesen werden.

“Schiele nie mit Absicht, die Augen könnten plötzlich stehen bleiben”. Unsinn, ist noch nie passiert. Das Neuauftreten von Schielen jenseits des Kinderalters, kann nur durch Nerven- oder Augenmuskelschäden (durch Tumore, Verletzungen oder Entzündungen) bzw. durch langfristiges Abdecken eines Auges entstehen.

 

Gerne hört man auch von Patienten die Bemerkung wenn es um die Operation des grauen Stars geht: “Da wird das Auge ja herausgenommen”, dann irgendwie überarbeitet und wieder eingesetzt. Wie die Leute darauf kommen weiß ich auch nicht. Als Operateur kann ich dazu nur sagen: Das Auge nimmt man nur einmal raus ! Nämlich dann wenn man ein Glasauge einsetzen muss weil das Auge zerstört ist. Aber intakt wieder einsetzen geht sicher nicht. Also keine Sorge, bei der Operation des grauen Stars wird das Auge nicht her- ausgenommen.

 

Die Augenklappe bei Bildern von Piraten und Seeleuten von früher ist nicht unbedingt immer auf eine Verletzung durch Splitter oder spitze Gegenstände in Kampfsituationen zurückzuführen gewesen. Tatsächlich waren sehr viele Navigatoren auf einem Auge blind, da sie täglich längere Zeit mit dem sog. Jakobsstab mit einem Auge in die Sonne peilen mussten, um den Breitengrad zu ermitteln, auf dem man sich gerade befand. Erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts fand der Sextant Verbreitung, der das Problem löste. Im Fall des Jakobsstabs lag also ein Beispiel für die Schädlichkeit des Lichts vor, siehe auch Bedeutung des Lichtes. Textquelle: www.auge-online.de

 

29.04.2015 - Neue Brille bekommen - Kopfschmerzen ?

 

Ich habe eine neue Brille bekommen, bekomme aber Kopfschmerzen und/oder sehe schlechter. Woran kann das liegen ?

Jede Brille bedarf einer Eingewöhnungsphase. Diese ist aber je nach Person und je nach vorgenommen- en Veränderungen in den Gläsern unterschiedlich lang. Sie kann Stunden, Tage oder Wochen dauern. Kommt man nach 4 Wochen trotz konsequentem Tragen immer noch nicht zurecht, sollte man die Brille beim Optiker und Augenarzt überprüfen lassen.

 Welche Gründe für eine dauerhafte Unverträglichkeit kann es geben ?

1. Die Zentrierung

Brillengläser haben immer einen Mittelpunkt, dieser muß genau vor der Pupille plaziert sein. Wird dies bei der Anfertigung nicht berücksichtigt oder rutscht die Brille immer in eine andere Stellung als vorgesehen, treten optische Verzerrungen auf und das Brilletragen ist unangenehm und für die Augen anstrengend. Be- sonders leicht treten hier bei Gleitsichtgläsern Probleme auf, da hier die ideale Stellung vor den Augen noch wichtiger ist.

2. Eine Verwechslung der Gläser

Die Anfertigung einer Brille ist Handwerk. Wie überall kann es auch hier Fehler geben. Zum Beispiel die Werte oder Gläser von einem anderen Patienten sind verwendet oder links und rechts verwechselt worden. Dann sieht man natürlich unscharf.

 3. Ein erstmaliges Zweistärkenglas

Bei Zweistärkengläsern ist der untere Teil zum Lesen gedacht. Dies bedeutet, dass man beim Treppe her- untergehen den Kopf senken muß, um durch den oberen Teil zu schauen....

 4. Eine erstmalige Gleitsichtbrille

Die Gleitsichtbrille ist hier noch komplizierter, weil es praktisch 3 Brillen in einer sind. Oben ist der Teil für die Ferne, in der Mitte der für mittlere Entfernungen (Tacho, Navi, Monitor) und unten der zum Lesen. Man muß sich also daran gewöhnen, jeweils durch den richtigen Teil zu schauen, sonst ist alles unscharf. Bei der Gleitsichtbrille kommt noch ein technisch bedingter Nachteil hinzu: Man kann zwar beim Auf- und Abblick alle Entfernungen gut erkennen aber wenn man seitlich durch das Glas blickt, wird alles unscharf. Es ist also wichtig, den Kopf mehr mitzubewegen beim Autofahren und und Lesen, sonst werden die Dinge unscharf oder sogar schräg. Auch Kopfhaltungen, die dazu führen, daß man durch einen nicht für diese Sehentfernung geeigneten Teil der Brille schaut, beeinträchtigen die Sehschärfe. Typisch ist dies z.B. beim gemütlichen seitlichenLiegen auf dem Sofa, da klappt meist Lesen und Fernsehen nicht richtig.

 5. Die erstmalige Verordnung oder die deutliche Veränderung der Hornhaut- verkrümmung in der Brille

Hornhautverkrümmungen führen zu Bildverzerrungen. Wenn ihr Gehirn das kennt, versucht es die Bilder im Sehzentrum „geradezubiegen“. Dies geht häufig zu Lasten der Bildschärfe. Will man den Betroffenen schärfer sehen lassen, muß das Glas in der Brille entsprechend „krumm“ geschliffen werden, um das Bild wieder „gerade zu biegen“. Bei manchen geht nun ihr Gehirn hin und dreht die Bilder aus Gewohnheit weiter herum, obwohl dies durch das Brillenglas schon „erledigt“ wurde. Dadurch wird ein an sich gerades Bild bis zur Gewöhnung verzerrt.

6. Starke Brechkraftunterschiede in den Augen

Sind die Gläserstärken sehr unterschiedlich, ist die im Auge entstehende Bildgröße auch verschieden. Wenn man dann die Augen abwechselnd zukneift, stellt man fest, dass die Gegenstände verschieden groß sind. Dies kann zu Problemen führen und das räumliche Sehen beeinträchtigen. Dann muß manchmal ein Glas abgeschwächt werden oder statt einer Brille, Kontaktlinsen getragen werden. 

7. Erstmalige Brille nach der Operation des grauen Stars

Nach der Operation des grauen Stars sind die Brillenwerte völlig anders. Dies kann bei Manchen zu Um- gewöhnungsproblemen führen. Zusätzlich kann bei einigen Patienten der Wert sich kurz nach der Brillen- anpassung noch mal ändern, dann stimmt die Brille nach einem halben Jahr schon wieder nicht. Glück- licherweise ist dies selten.

8. Eine Fehlanpassung

Für die Brillenanpassung ist die Mitarbeit des Patienten entscheidend. Werden unpräzise oder wider- sprüchliche Angaben bei der subjektiven Refraktionsbestimmung gemacht, kann der Brillenanpasser auch keine gute Brille hinbekommen. Dann ist die Brille natürlich nicht gut verträglich. Bei manchen Menschen bestehen hier je nach Müdigkeit, Zustand nach langer Naharbeit oder psychischer Verfassung große Unterschiede in der als angenehm empfundenen Brillenstärke. Auch schwankende Zuckerspiegel beim Diabetes können die notwendigen Werte stark verfälschen.

9. Der falsche Anwendungszweck

Wenn man eine Lesebrille für den Abstand 30-40cm verordnet bekommt, damit man gut lesen kann, heißt das nicht, daß sie bei der Arbeit an der Werkbank als Handwerker, als Musiker am Notenpult oder als Schreibtischtäter am PC mit einem ganz anderen Arbeitsabstand auch funktioniert. Hierfür muß man ggf eine andere Brille anpassen. Wichtig ist es also dem anpassenden Augenarzt den Anwendungszweck und die Arbeitsentfernung mitzuteilen.

 10. Irrtümer beim Ausfüllen des Rezepts

Beim Eintragen der Werte in das Rezept oder der Glasbestellung ist ein Fehler unterlaufen. Irren ist leider menschlich. Ruhig bleiben, das kann man regeln.

Textquelle: http://www.auge-online.de

 

 

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